Digitale Revolution belebt Start-up-Szene

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In der Telekommunikationsbranche dreht sich die Welt von Tag zu Tag schneller. Mittlerweile gibt es für alle Wirtschaftsbereiche Angebote, die einem das Leben potenziell erleichtern und immer besser an die Bedürfnisse der Nutzer angepasst sind. Und dennoch gibt es jeden Tag neue Ideen für innovative Lösungen, auf die wir später nicht mehr verzichten wollen. Weltweit hat das zur Entwicklung einer lebendigen Start-up-Szene geführt, also zu einer neuen Unternehmensgruppe, die mit ihren Entwicklungen auch außerhalb der IT- und Telekommunikationsbranche Aufmerksamkeit auf sich zieht. Auch in Wien, wo immer mehr Unternehmen im Bereich der neuen Technologien gegründet werden.

Wiener Start-ups für Investoren interessant

Dass Wien bei der Entwicklung der internationalen Start-up-Szene eine wichtige Rolle spielt, zeigt unter anderem das bevorstehende Pioneers Festival, das heuer zum zweiten Mal in der Wiener Hofburg stattfinden wird. Aber auch der Erfolg Wiener Start-ups im amerikanischen Silicon Valley, dem führenden IT-Zentrum der Welt, ist ein Beleg dafür. Hier haben in den letzten Jahren dutzende Wiener Unternehmen im Rahmen der „Go Silicon Valley“-Initiative der Wirtschaftskammer ihre Projektentwicklungen vorangetrieben, nach Investoren Ausschau gehalten und zum Teil auch gefunden. Interessant sind Wiener Start-ups mittlerweile auch für heimische Investoren, die immer öfter bereit sind, Risikokapital zur Verfügung zu stellen, auch wenn der künftige Erfolg nicht von vornherein fix ist.

Steuerliche Anreize für Investoren

Für junge IT-Pioniere sind Investoren aber oft die entscheidende Finanzierungsquelle, um Prototypen zu entwickeln, Marktreife zu erlangen oder professionelle Vertriebsstrukturen aufzubauen. Also ein Katalysator am Weg zum langfristigen Unternehmensaufbau. Um Investoren diesen oft mutigen Schritt zu erleichtern, sollten die steuerlichen Anreize noch weiter verbessert werden. Damit würde das in heimische Unternehmen investierte private Risikokapital steigen, was neue wirtschaftliche Impulse bringt. Auch Anschluss- und Wachstumsfinanzierungen könnten so erleichtert werden. Als logische Fortsetzung der von Wirtschafts- und Finanzministerium in der letzten Legislaturperiode umgesetzten und im neuesten Austrian Start-up-Report gelobten Jungunternehmer-Offensive wäre dieser Schritt mehr als sinnvoll.

 

Einfach gut investiert

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Wenn Unternehmer investieren, dann tun sie dies wohl überlegt und zum exakt richtigen Zeitpunkt. Nämlich dann, wenn die Chance am größten ist, das eingesetzte Kapital in wirtschaftlich vertretbarer Zeit zurückzuverdienen. Eben dieser Zeitpunkt ist jetzt gekommen – und zwar für die öffentliche Hand. Denn laut der jüngsten Unternehmerbefragung der WK Wien sehen Wiens Unternehmen neue Wachstumschancen. Sie blicken mehrheitlich positiv in die Zukunft, jedes dritte Unternehmen erwartet Umsatzsteigerungen. Die Zurückhaltung, die letztes Jahr noch vorgeherrscht hat, ist gewichen und von einer stabilen positiven Einschätzung abgelöst worden. Es ist daher jetzt der richtige Moment, um von Seiten der öffentlichen Hand in diese Wachstumsperspektive zu investieren.

Positive Effekte erst ab 2014
In diesem Sinne ist auch die jüngste Regierungseinigung zu begrüßen, wonach bis 2017 in Summe 1,6 Milliarden an öffentlichen Mitteln zur Unterstützung der heimische Konjunktur fließen sollen. Es ist dies gut investiertes Geld, bei dem jeder Euro über zusätzliche Steuerleistungen, eine höhere Beschäftigung und geringere Sozialausgaben mehrfach zurückkommt. Allerdings ist zu bemerken, dass sich die geplanten Maßnahmen vornehmlich auf Bauprojekte konzentrieren, die wegen notwendiger Planungszeiträume und Genehmigungsverfahren nicht schon morgen in Umsetzung gehen können. Positive Effekte wird ein Großteil dieser Gelder daher erst ab 2014 haben. Daher ist es jetzt wichtig, zusätzliche Möglichkeiten zu diskutieren, die den wirtschaftlichen Aufschwung rascher unterstützen und von denen auch die vielen Klein- und Mittelbetriebe profitieren, die unsere Wirtschaft prägen. Schließlich zeichnen sie für 65 Prozentder Beschäftigten in Wien verantwortlich.

Chancen nicht verpassen
Ein verstärkter Fokus auf Direktförderung und steuerliche Anreize, die die private Nachfrage und die Investitionstätigkeit von Unternehmen steigern, sind daher als Ergänzung zum geplanten Konjunkturpaket sinnvoll. Zu denken ist hier beispielsweise an die Abschreibmöglichkeit von Handwerkerarbeiten für Private in Form eines Sanierungsbonusses oder auch an die schon mehrfach Vorgeschlagene Investitionszuwachsprämie Neu für Unternehmen. Auch bei der Förderung von Internationalisierungsbemühungen von Unternehmen oder beim Standortmarketing gibt es gute Argumente, warum jeder von der öffentlichen Hand investierte Euro wichtig ist und viel bewirken kann. Diese Chancen sollten wir nicht verpassen.

Crowdfinancing auf solide Beine stellen

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Die Finanzierung der klein- und mittelständischen Wirtschaft in Österreich läuft nach wie vor fast ausschließlich über den klassischen Bankkredit. Alternative Finanzierungsformen sind hierzulande wenig entwickelt – zum Unmut vieler Unternehmen, die zwar mit einer innovativen Geschäftsidee und einem ausgezeichnetem Businessplan punkten, weniger aber mit handfesten Sicherheiten und ausreichendem Eigenkapital, wie dies die strengen Basel III Vorschriften, nach denen die heimischen Banken ihre Kunden bewerten müssen, vorsehen. Viele erfolgsversprechende Unternehmensentwicklungen werden dadurch erschwert bis unmöglich gemacht.

Geschäftsidee realisieren
All das müsste nicht sein, denn es gibt viele Menschen, die in das Können und die Gestaltungs- und Wirtschaftskraft von klein- und mittelständischen Unternehmerinnen und Unternehmern so viel Vertrauen haben, dass sie bereit sind, in deren Wachstum zu investieren. Die Modelle und Wege sind dabei höchst unterschiedlich – von privaten Darlehen über stille Beteiligungen an Unternehmen bis zu Vorkaufsvereinbarungen, bei denen der Geldgeber die Produktion vorfinanziert. Auch immer mehr Unternehmer wollen sich diese zusätzliche Finanzierungsoption eröffnen und über Crowdfinancing ihre Geschäftsidee realisieren. Dafür fehlt in Österreich allerdings noch der rechtliche Rahmen, wie der Fall eines Waldviertler Unternehmers jüngst deutlich gezeigt hat.

Solider rechtlicher Rahmen
Anzusetzen ist in einem ersten Schritt daher bei den Betragsgrenzen für die Prospektpflicht, also bei den Kapitalmarktauflagen für die Ausschreibung solcher Finanzierungsformen. Derartige Prospekte sind nach den bestehenden Vorschriften zeit- und vor allem kostenintensiv, sodass die niedrigen Grenzsätze die Ausschreibung geringer Beträge unwirtschaftlich macht. Zudem sind die Bankwesenvorschriften anzupassen, um eine Durchführung und Vermittlung solcher Finanzierungsformen auch außerhalb des Bankenbereichs zu ermöglichen. Alles in allem braucht Crowdfinancing also in Österreich einen soliden rechtlichen Rahmen, um diese Form der alternativen Unternehmensfinanzierung ergänzend zum Angebot an Bankkrediten zu entwickeln, wie dies auch in anderen Ländern – etwa in Großbritannien, Dänemark, Finnland oder den USA – bereits der Fall ist. Denn Unternehmer sollen für ihr jeweiliges Vorhaben die jeweils optimalste Finanzierungsform zur Verfügung haben und selbst entscheiden können, was am besten zu ihnen passt. Crowdfinancing ermöglichen heißt aber auch, dass das Kapital in Österreich investiert werden würde und all jene, die schon heute auf dieser Basis in ausländische Unternehmen investieren eine echte Alternative hätten.

Unternehmertum gezielt stärken

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Der Erfolg einer Volkswirtschaft hängt vor allem von dem Vertrauen der Unternehmer in ihr Können, ihr Wissen und ihre Kompetenz ab. Aber nicht zuletzt spielt auch die allgemeine Stimmung eine wesentliche Rolle. Nach allen Sachentscheidungen müssen Unternehmer auch wichtige Zukunftsfragen auf Basis ihrer persönlichen Einschätzungen und Erwartungen beantworten. Wiens Unternehmen stehen der gegenwärtigen wirtschaftlichen Situation überwiegend positiv gegenüber, sie vertrauen auf ihre Stärke, sich auch unter geänderten Marktbedingungen zu behaupten. Das ist das Ergebnis unserer aktuellen Befragung unter mehr als 1000 Betrieben.

Bedeutender Teil des Wachstumsmotors in Europas
Konkret sehen 36 Prozent der befragten Unternehmen ihre Branche aktuell in einer guten bis sehr guten Situation, lediglich 20 Prozent beurteilen die Situation als schlecht, was trotz schwieriger Rahmenbedingungen ein sehr positives Ergebnis ist. Besonders zuversichtlich sind jüngere Unternehmer und solche, die in den letzten Jahren gegründet haben. Die Umfrage beweist einmal mehr, dass Wien auf ein starkes Unternehmertum aufbauen und vertrauen kann. Wir sind heute ein bedeutender Teil des Wachstumsmotors innerhalb Europas, auf dessen Antriebskraft weder Österreich noch die EU verzichten können. Diese Kraft und diesen Optimismus mit den richtigen Maßnahmen zu fördern, ist unabdingbar. Ganz besondere Aufmerksamkeit verdient dabei die Verfügbarkeit von qualifizierten Fachkräften. Auch wenn die Thematik komplex ist und der große Wurf politisch derzeit, wie es scheint, nicht realisierbar ist, können wir auf einige positive Entwicklungen blicken. So gibt es beispielsweise durch die permanente Thematisierung der Lehrausbildung heute eine so intensive Auseinandersetzung mit der dualen Ausbildung wie schon lange nicht mehr.

Gemeinsame nationale Anstrengung
Unser Ziel muss aber weiterhin sein, den Stellenwert der Lehre im Bewusstsein der Bevölkerung zu verankern und mehr und mehr Jugendliche für die Lehre als attraktive Alternative zum schulischen System zu gewinnen. Dass man parallel dazu auch Matura machen kann, scheint bei vielen Eltern noch nicht angekommen zu sein. Entscheidend für unsere weitere wirtschaftliche Prosperität wird die Begeisterung der Jugend für technische und naturwissenschaftliche Berufe sein. Zahlreiche Projekte konnten wir schon starten. Zur wirksamen Entfaltung bedarf es aber einer gemeinsamen nationalen Anstrengung. Diese und alle weiteren Bemühungen sind notwendig, um die Wettbewerbsfähigkeit unserer Betriebe und deren positive Stimmung zu erhalten.