Was wäre unser Land ohne die Arbeitgeber?

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Diese Frage stellt die Wirtschaftskammer auch heuer am 30. April. Denn es ist der unternehmerische Mittelstand, der unser Land trägt. Es sind die Unternehmer, die täglich Verantwortung übernehmen, die Arbeitsplätze schaffen, die mit ihrer Steuerleistung den Großteil des Sozialsystems finanzieren, die tausenden jungen Menschen mit der Lehre im Betrieb eine Zukunftsperspektive geben und die Wohlstand in unserem Land erwirtschaften. Vielen ist aber der Beitrag, den unsere Unternehmer für die Gesellschaft leisten, unbekannt.

Unternehmer leben tagtäglich soziale Verantwortung

Zum Beispiel, dass der unternehmerische Mittelstand Österreich durch die Krise getragen hat und nicht nur für wirtschaftliche, sondern auch gesellschaftliche Stabilität sorgt. Denn dank der Leistungen der Betriebe weist Österreich den seit langem höchsten Beschäftigtenstand auf. Darüber hinaus leben Unternehmer tagtäglich soziale Verantwortung. 40 Prozent aller Sozialbeiträge werden von den Arbeitgebern finanziert, viele Leistungen, die die Allgemeinheit in Anspruch nimmt, werden wie etwa die Schülerfreifahrt oder Urlaubs- und Krankengeld fast ausschließlich von den Dienstgebern gezahlt.

Nicht der Staat oder die Politik schaffen Arbeitsplätze, sondern allein die Unternehmer

Zusätzlich ist der unternehmerische Mittelstand der größte Arbeitgeber in unserem Land. Fakt ist, dass nicht der Staat oder die Politik Arbeitsplätze schaffen, sondern allein die Unternehmer derzeit 2,7 Millionen Jobs sichern und die duale Lehrlingsausbildung im Betrieb zum Erfolgsmodell Made in Austria machen. So gehört Österreich dank seiner 33.500 Ausbilderbetriebe zu den Ländern mit der geringsten Jugendarbeitslosigkeit innerhalb der EU. Auch beim Export zählen unsere Betriebe zu Europas Spitze und erwirtschaften Exportrekorde. Österreich verdient sechs von zehn Euro durch den Außenhandel, während bereits jeder fünfte Arbeitsplatz vom Export abhängt.

Arbeitgeber und Arbeitnehmer sind ein Team

Nicht zuletzt sind Arbeitgeber und Arbeitnehmer ein Team. Viele Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern zusätzliche finanzielle Absicherung in Form von Pensionsplänen oder betrieblicher Altersvorsorge, eigene Gesundheitsprogramme und umfangreiche Weiterbildungsangebote. Nutzen Sie daher den Tag der Arbeitgeber, um in Ihrem Umfeld auf die Rolle und die Leistungen des Wiener Unternehmertums aufmerksam zu machen! Wir sind allein in Wien 129.000 Zeugen, die wissen, wovon sie reden.

WIENER WIRTSCHAFT, Ausgabe 17, online http://wkw.ereader.tailored-apps.com/

 

Mariahilfer Straße: Politik muss ihr Wort halten

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Bei der „BürgerInnen-Befragung“ im sechsten und siebenten Bezirk zur Zukunft der Mariahilfer Straße vor mehr als einem Monat gab es ein klares Ja zu weiteren Querungen. Die Bewohner der beiden Bezirke sind dabei dem wichtigsten Anliegen der ansässigen Unternehmerinnen und Unternehmer gefolgt, die von der Trennung der beiden Bezirke durch die Mariahilfer Straße Neu ganz besonders betroffen sind und dringende Änderungen eingefordert haben. Doch bis heute hat die längste Einkaufsstraße Wiens keine weiteren Querungen bekommen. Und wie in einem jüngsten Informationsgespräch bekannt wurde, schlägt die Stadt Wien entgegen früheren Beteuerungen auch nur noch eine einzige neue Querung vor – und zwar im Bereich Schottenfeldgasse–Webgasse, wo ein komplexes, autoverdrängendes Einbahnsystem darüber hinaus verhindern wird, dass diese Querungsmöglichkeit zu einer durchgängigen Verbindung beider Bezirke führt. Dieser politisch motivierte Richtungswechsel steht im absoluten Widerspruch zum Bedarf der ansässigen Unternehmen – vor allem jener in den Seitenlagen der beiden Bezirke. Und er steht im Widerspruch zum Ergebnis der „BürgerInnen-Befragung“, das in diesem Punkt an Deutlichkeit nichts vermissen lässt. Den Willen der Mehrheit nach einer millionenschweren Befragung schlichtweg zu ignorieren, ist grotesk, und nur eine Querung zu öffnen, ist für die Wirtschaft inakzeptabel. Rasches Handeln im Sinne der Betroffenen ist jetzt das Gebot der Stunde. Denn jeder Tag mit der derzeitigen Verkehrsorganisation verursacht bei den ansässigen Unternehmen Umsatzrückgänge von bis zu 30 Prozent.

Liefersituation endlich entkrampfen

Eine Entspannung der Situation könnte es dafür in der Frage der Ladezonen geben. Bis jetzt können in der Begegnungszone nur noch zeitlich unterschiedlich und eng begrenzt Ladezonen genützt werden, da wegen eines generellen Halteverbots keine Kurzparkbereiche für Ladetätigkeiten vorhanden sind. Erfreulicherweise verfestigt sich aber nun bei der Stadt endlich die von der WK Wien geforderte Einsicht, dass der Bedarf an Lademöglichkeiten in der Begegnungszone wesentlich höher und in der gesamten Begegnungszone ein Ladezonen-Streifen mit längeren Nutzungszeiten unerlässlich ist. Auch Pkw sollen als fixer Bestandteil der Lieferkette anerkannt werden und die neuen Ladezonen nutzen dürfen. Dies ist nun rasch – und keinesfalls erst nach dem Umbau in eineinhalb Jahren – umzusetzen, um die derzeit unzureichende Liefersituation in diesem Bereich der Mariahilfer Straße endlich ein wenig zu entkrampfen.

WIENER WIRTSCHAFT, Ausgabe 15, online http://wkw.ereader.tailored-apps.com/

 

Lohnnebenkosten: Jetzt geht’s endlich runter

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Können Sie sich noch erinnern, wann zum letzten Mal die Lohnnebenkosten für Arbeitgeberbetriebe in Österreich gesenkt wurden? Vermutlich nicht. Denn in Österreich ist es zur Gewohnheit geworden, Lohnnebenkosten anzuheben. Arbeitgeber müssen mittlerweile für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mehr als doppelt so viel zahlen wie bei den Lohnempfängern am Konto letztendlich ankommt. Doch jetzt stehen die Zeichen auf Besserung. Denn mit 1. Juli wird bei den Lohnnebenkosten der jahrelange Trend nach oben endlich gestoppt und umgedreht. In einem ersten Schritt sinken die Arbeitgeber-Beiträge zur Allgemeinen Unfallversicherung um fast acht Prozent. In einem weiteren Schritt werden mit 1. Jänner 2015 die Arbeitgeber-Beiträge zum Insolvenzentgeltfonds um mehr als 22 Prozent reduziert. In Summe kommt es zu einer Entlastung der österreichischen Arbeitgeberbetriebe von fast 200 Millionen Euro pro Jahr.

Signal der Unternehmerfreundlichkeit

Diese Entlastung wirkt als zusätzlicher Turbo für wirtschaftlichen Erfolg, ist ein Signal der Unternehmerfreundlichkeit und unterstützt den Aufschwung in Österreich. Und sie ist ein Signal an Investoren und internationale Konzerne, denn nirgendwo sonst sind die Arbeitskosten in der Euro-Zone so stark gestiegen wie in Österreich. Deshalb war das Ausverhandeln der Lohnnebenkostensenkung so wichtig und richtig. Gleiches gilt auch für den Handwerker-Bonus, der nun ebenfalls mit 1. Juli Realität wird. Auch hier hat sich gezeigt, dass die Bundesregierung neuen, innovativen Ansätzen offen gegenübersteht, wenn sie nachvollziehbar argumentiert werden können. Nun hat der Handwerker-Bonus endlich Gelegenheit zu zeigen, dass steuerliche Anreize eine Eindämmung der Schwarzarbeit und zusätzliche Aufträge für unsere Handwerksbetriebe bringen können – und dass nach einer erfolgreichen Pilotphase eine Verlängerung und Ausweitung dieser Maßnahme ein Muss ist.

WIENER WIRTSCHAFT, Ausgabe 14, online http://wkw.ereader.tailored-apps.com/