Wirtschaft und Wissenschaft besser vernetzen

News, Pressekommentar

Eins plus eins ist drei. Wer so rechnet, hat von Mathematik wenig Ahnung – oder war live dabei, wie ein gemeinsames Forschungsprojekt der TU Wien mit einem Wiener Unternehmen aus der Taufe gehoben wurde. Denn überall dort, wo Wirtschaft und Wissenschaft eng zusammen arbeiten, profitieren beide Seiten – und es entstehen Innovationen, die einfach mehr sind, als wenn man bloß eins und eins zusammenzählt. So geschehen in exakt 660 Fällen, zu denen die Wirtschaftskammer Wien in ihrer 25-jährigen Kooperationszeit mit der TU Wien bisher beitragen konnte. Etwa das von der TU und der Wiener Firma Schiessel gegründete Gemeinschaftsunternehmen Cogvis, das sich mit der automatischen Bildinterpretation von Videoaufzeichnungen beschäftigt, wodurch ein rasches Einschreiten ermöglicht wird, wenn beispielsweise ältere Personen zu Sturz kommen oder ein Einbruch begangen wird. Heute hat das Unternehmen zehn Mitarbeiter und ist am Markt höchst erfolgreich.

Viele Barrieren zwischen Wissenschaft und Unternehmen

Mit der Zusammenarbeit von Wirtschaftskammer Wien und Wissenschaft verfolgen wir das Ziel, das breite Angebot an Forschungseinrichtungen für die betriebliche Umsetzung besser nutzbar zu machen. Denn immer noch gibt es viele Barrieren zwischen der Welt der Wissenschaft und der Welt der Unternehmen. Sie zu überwinden, ist eine wesentliche Zukunftsfrage, denn viel mehr Unternehmen als bisher könnten mit dem Know-how dieser Einrichtungen innovative Produkte und Dienstleistungen entwickeln und damit wirtschaftlich erfolgreich sein. Und auch die Forschungseinrichtungen haben ein Interesse an einer tiefergehenden Zusammenarbeit, denn sie eröffnet ihnen eine zusätzliche Finanzierungsmöglichkeit und eine realitätsnahe Umsetzung wissenschaftlicher Theorien. Nicht zuletzt steigt durch das enge Miteinander das wechselseitige Verständnis für die Denkweise und die Bedürfnisse des jeweils anderen, was die Umsetzung von Folgeprojekten unterstützt.

Für neue Wachstumsimpulse sorgen Unerlässlich ist das Zusammenrücken und Arbeiten an gemeinsamen Aufgabenstellungen auch, um die Wiener Forschungsquote sukzessive zu erhöhen. Derzeit liegt sie bei 3,5 Prozent und damit über dem österreichischen Durchschnitt von 2,8 Prozent. Das ehrgeizige Ziel für 2020 lautet 3,7 Prozent für Österreich. Diesen Wert zu erreichen, heißt, für neue Wachstumsimpulse zu sorgen. Denn zwei Drittel des heimischen Wirtschaftswachstums resultieren aus Innovationen und technologischem Wandel. Gesamtwirtschaftlich betrachtet, bringen Investitionen in F&E also beachtliche Effekte, auf die wir nicht verzichten dürfen und die wir durch Kooperationen noch vergrößern können.

 

WIENER WIRTSCHAFT, Ausgabe 48, online http://wkw.ereader.tailored-apps.com/

Handel lässt online die Kassen klingeln

News, Pressekommentar

 

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Herr und Frau Österreich geben heuer bis zu sechs Milliarden Euro im Online-Handel aus, wie eine aktuelle Erhebung der KMU Forschung Austria belegt. Gegenüber 2006 hat sich dieser Wert verdreifacht und wird auch in den nächsten Jahren weiter steigen. Ganz besonders entwickelt hat sich der Onlinemarkt bei Reisen, Büchern, Bekleidung, Sportartikeln und elektronischen Geräten. Die Untersuchung zeigt, dass die Präsentation und der Verkauf von Waren über das Internet Breitenwirksamkeit erreicht haben und der Online-Handel gesamtwirtschaftlich betrachtet nicht mehr als unwesentliche Umsatzkomponente kleinzureden ist. Der Einzelhandel steht daher heute auf zwei Standbeinen – einem stationären und einem webbasierten Standbein. Multichanneling ist angesagt. Trotzdem sind die Herausforderungen für die Unternehmen mannigfaltig.

Kaufgeschäft beim stationären Handel

Ganz besonders für die kleinstrukturierte Wirtschaft mit wenigen bis keinen Mitarbeitern. Sie haben selten Kapazitäten, um das stetig wechselnde Warenangebot mit allen für den Onlineauftritt relevanten Informationen laufend im Internet abzubilden und sich um einen eigenen Webshop inklusive Warenversand zu kümmern. Doch nicht immer ist es notwendig, alle Register zu ziehen. So kann es durchaus sinnvoll sein, vorrangig in den branchenrelevanten Foren mit seinen Firmenkontaktdaten vertreten zu sein, dort seine Kernkompetenzen zu präsentieren oder auf die wichtigsten Produkte und Aktionen hinzuweisen, da viele Kaufentscheidungen aufgrund von Recherchen auf Preisvergleichsplattformen getroffen werden. Mittlerweile informieren sich viele Konsumenten zuerst online über Produkte und Händler, um dann anschließend beim stationären Handel das Kaufgeschäft abzuschließen.

Online-Welt bleibt Wegbegleiter des Einzelhandels

So wird rund ein Drittel aller stationären Einkäufe bereits online vorbereitet. Wer in dieser wichtigen Phase nicht online präsent ist, wird von diesen Konsumenten oft nicht mehr wahrgenommen. Alle Kosten und Mühen, im Geschäft für eine gute Beratungsqualität, eine angenehme Einkaufsatmosphäre und eine ansprechende Produktpräsentation zu sorgen, wären für diese Kunden umsonst. Die Online-Welt mit ihren nicht immer einfachen Nebenwirkungen bleibt daher auch in den kommenden Jahren ein fixer Wegbegleiter des Einzelhandels. Ob man sich mit ihr auseinandersetzen soll, ist nicht mehr die Frage. Sondern nur mehr wie.

 

WIENER WIRTSCHAFT, Ausgabe 47, online http://wkw.ereader.tailored-apps.com/

 

Schulen als Wissenstankstellen

Bildung, Pressekommentar

„Einmal voll bitte!“ – Was früher auf jeder Tankstelle Wiens ein gern gehörter Satz war, könnte in den Schulen von morgen Wirklichkeit werden. Denn wissbegierig sind unsere Kinder und Jugendlichen ja, doch es sind oft nicht immer ihre Schulen der Ort, an dem sie nach Neuem suchen. Dafür kennen sie Soziale Plattformen wie ihre Westentasche, kommen bei Online- Recherchen spielend allein zurecht und holen sich auch aus traditionellen Medien und aus ihrem Freundeskreis alle Informationen, die sie brauchen. Ziel einer dringend notwendigen Bildungsreform muss daher sein, Schulen als Wissenstankstellen unserer Kinder und Jugendlichen neu aufzubauen. Denn wichtig ist, was in den Schulen passiert und nicht, was draußen über dem Eingang steht. So können Lerninhalte, die bislang eher zu kurz gekommen sind, künftig stärker verankert werden.

Auf individuelle Lerntypen eingehen

Das betrifft etwa die Abläufe im Wirtschaftsleben und den Bereich Technik und Naturwissenschaften, wo es eine große Nachfrage von Seiten der Unternehmen gibt, die nicht zufriedenstellend gestillt werden kann. Auch, dass derzeit die Nutzung neuer Medien hauptsächlich im Privatleben und in Eigeninitiative gelernt werden muss, weil sie in den Schulen zu wenig im Mittelpunkt stehen, ist sicher nicht der Weisheit letzter Schluss. Ganz wesentlich ist darüber hinaus die Frage, mit welchen Lernmethoden unterrichtet wird. Hierzu gibt es aus Ländern wie Dänemark sehr spannende Best-Practice-Beispiele, wie unser Bildungsprojekt in der WK Wien vor drei Jahren eindrucksvoll gezeigt hat und das auf die individuellen Lerntypen eingegangen ist.

Bessere Chancen für unsere Jugend

Wichtig ist auch, aus welchen  Inhalten sich Lehrpläne zusammensetzen und wie flexibel und individuell sie von den Schulen und den Lehrern laufend angepasst werden können. Nicht zuletzt wird auch zu entscheiden sein, wie sehr Schülerinnen und Schüler ihre Schulen und ihren Unterricht mitgestalten dürfen. Denn die junge Generation wächst mit Facebook, Twitter und anderen Foren auf, bei denen genau dieses Mitgestalten von ihnen erwartet wird. Und das ist gut so, denn auch im späteren Leben wird von ihnen gefordert werden, dass sie mitreden und Verantwortung übernehmen. Auch hier hat die Schule eine wichtige Rolle, um auf die Aufgaben und Mechanismen des Lebens vorzubereiten. Diese Veränderungen sind für alle Schultypen und -stufen relevant. Sie umzusetzen bedeutet, unserer Jugend bessere Chancen zu eröffnen.

 

WIENER WIRTSCHAFT, Ausgabe 46, online http://wkw.ereader.tailored-apps.com/

Stärkere Vereinbarkeit von Beruf und Familie gefordert

Pressekommentar

Frauen sind ein immer stärker werdender Faktor in der Wiener Wirtschaft. 40 Prozent aller Unternehmensgründungen wurden zuletzt von Frauen durchgeführt, vor 15 Jahren waren es erst 28 Prozent. Dennoch sind die beruflichen und gesellschaftlichen Strukturen oft noch viel zu unflexibel, um sich auf die speziellen Bedürfnisse von Unternehmerinnen in den verschiedenen Lebensphasen einzustellen. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist nach wie vor eine der größten Herausforderungen für Unternehmerinnen. Trotz vieler Verbesserungen in den vergangenen Jahren wie Erhöhung des Wochengeldes, Befreiung von der Beitragspflicht für Wochengeldbezieherinnen oder Änderungen des Kinderbetreuungsgeldes sind viele berufstätige Frauen mehrfach belastet. Daher müssen noch weitere Verbesserungen für Frauen umgesetzt werden. So zum Beispiel benötigen Frauen mehr und flexiblere Kinderbetreuung, eine bessere steuerliche Begünstigung der dabei anfallenden Kosten und eine spezifische Förderung für Aus- und Weiterbildung. Denn Frauen dürfen nicht bei ihrem Engagement durch Hürden eingeschränkt werden. Hier Hilfestellung zu leisten und die Unternehmerinnen zu unterstützen, ist mir ein besonderes Anliegen.

(Kommentar “Kronen Zeitung”, Mittwoch 13. November 2013)

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Weblink: Frau in der Wirtschaft

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Erfolgreich dank Innovationen

Awards, Pressekommentar, Uncategorized

Innovationen sind die Basis betrieblichen Erfolgs und ein entscheidender Wachstumsmotor für Wiens Wirtschaft. Umso erfreulicher ist die ungebrochene Innovationsleistung der Wiener Unternehmen, wie dies anlässlich der Verleihung des Innovations- und Wirtschaftspreises der Wirtschaftskammer Wien, des MERCUR 2013, deutlich wurde. Die Qualität der rund 130 Einreichungen war so hoch wie noch nie und stellte die Jury vor eine schwierige Aufgabe. Besonders überzeugt hat die Miniatur-Spektrometersonde i::scan, die mittels Lichtquellenabsorbierung die Messung von mehreren Wasserqualitätsparametern gleichzeitig ermöglicht. Oder C-Brace, ein mechatronisches Orthesensystem, das Menschen mit Lähmungen in den Beinen beim sicheren Gehen auch auf unebenem Untergrund unterstützt. Ebenso hilfreich ist SiMAX, ein Tool zur automatischen Übersetzung von Gesprochenem in Gebärdensprache, und die Flohmarkt-App Shpock, die bereits eine Million User verwenden.

Innovationsleistungen der Betriebe höchste Aufmerksamkeit schenken

Innoviert wird in allen Branchen und unabhängig von der Anzahl der Mitarbeiter, denn Innovationen und der Mitteleinsatz für F&E sind keine Domäne großer Betriebe, auch mittlere, Klein- und Kleinstbetriebe generieren ihren wirtschaftlichen Erfolg daraus. Trotz personell und häufig auch finanziell eingeschränkter Möglichkeiten setzen heute 60 Prozent der Kleinbetriebe und 80 Prozent der Mittelbetriebe auf neue Ideen und Produkte, wie Studien zeigen. Unternehmen, die laufend Neues entwickeln, weisen zudem 1,5 mal so häufig Umsatz- und/oder Personalsteigerungen auf wie jene, die nur selten Neuerungen umsetzen. Daher gilt es, der Innovationsleistung der Betriebe höchste Aufmerksamkeit zu schenken, die Voraussetzungen laufend zu verbessern und die Umsetzung von erfolgsversprechenden Projekten zu unterstützen.

Administrative und steuerliche Voraussetzungen müssen passen

Beispielsweise durch die engere Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft, die Anhebung der Direktförderungen für Forschung & Entwicklung, die bessere steuerliche Berücksichtigung der Investitionssummen durch eine Investitionsprämie Neu oder einen verbesserten Zugang zu Wagniskapital. Schließlich können unsere Betriebe innovativ sein, neues Personal einstellen, ihre Wettbewerbsfähigkeit stärken und neue Märkte erschließen, wenn die administrativen und steuerlichen Voraussetzungen passen.

WIENER WIRTSCHAFT, Ausgabe 45, online http://wkw.ereader.tailored-apps.com/