„Belastungen für Unternehmer jetzt rasch zurücknehmen“

Pressekommentar, Verkehr

WK Wien-Präsidentin Brigitte begrüßt die Ankündigung des Wiener Bürgermeisters, die fehlenden Querungen auf der Mariahilfer Straße wiederherstellen zu wollen und den fehlgeschlagenen Testbetrieb zu beenden. „Wir haben von Anfang darauf hingewiesen, dass der Wegfall jeglicher Querungsmöglichkeit völlig unausgegoren ist und zu längeren Fahrten und einer zusätzlichen Belastung in den Seitengassen führt“, so Jank. Die bisherige Regelung geht vor allem zulasten der Betriebe in den Nebenlagen, die massive Kundenrückgänge beklagen. In manchen Fällen ist dadurch der Umsatz fast zur Gänze eingebrochen. Auch Unternehmen direkt auf der Mariahilfer Straße melden deutliche Rückgänge. Jank: „Ein Konzept, das Unternehmer in ihrer Existenz gefährdet, ist untragbar und gehört besser heute als morgen geändert.“

Weiters stark betroffen sind Lieferanten, die über verstopfte Ausweichrouten fahren und umgedrehten Einbahnen und Sackgassen ausweichen müssen, was mehr Fahrzeit und höhere Kosten verursacht. Abgesehen von der Wiedereinführung der Querungen fordert Jank daher, dass nun ernsthaft die Rücknahme der Verkehrsverdrängungsmaßnahmen in den Seiten- und Nebenlagen angegangen wird. „Es geht um 9000 Betriebe mit 57.000 Mitarbeitern in den Bezirken Mariahilf und Neubau, die nicht Leidtragende dieses politischen Prestigeprojekts sein dürfen“, so Jank.

Schulbeginn bringt Wiener Wirtschaft 37 Mio. Euro Umsatz

Bildung, Pressekommentar

Aktuelle Studie: 3% mehr Umsatz als 2012 – 34% der Wiener geben heuer Geld für Papier-, Büro- und Schreibwaren zum Schul- und Studienanfang aus – Durchschnittlich werden 75 Euro ausgegeben.

Ab nächster Woche drücken die Wiener Kinder und Jugendlichen wieder die Schulbank. Die Studenten haben noch bis Anfang Oktober „Schonfrist“. Die Vorbereitungen für Schul- und Studienbeginn laufen aber bereits jetzt auf Hochtouren. „Der Schul- und Studienbeginn zählt für den Wiener Papier-, Büro- und Schreibwarenhandel mit mehr als 37 Millionen Euro zur umsatzstärksten Zeit des Jahres“, sagt Brigitte Jank, Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien. Laut einer Studie von „makam Market Research“ im Auftrag der Wirtschaftskammer Wien geben die Wienerinnen und Wiener heuer um drei Prozent mehr aus als im Vorjahr. Die durchschnittlichen Ausgaben liegen bei 75 Euro pro Käufer, das sind um ca. neun Euro mehr als im Jahr 2012. Frauen geben wie auch im vergangenen Jahr geringfügig mehr aus als Männer. Für die Universitäten, FHs und Kollegs kaufen tendenziell häufiger unter 30 Jährige ein, für Volksschulen und Gymnasien werden die Waren von den Eltern, also tendenziell über 30 Jährige, besorgt.

WienerInnen kaufen hauptsächlich Papier-, Büro und Schreibwaren
Der Großteil der EinkäuferInnen (38%) plant für Unis, FHs oder Kollegs Waren einzukaufen, gefolgt von Produkten für die Volksschule (25%), Oberstufe von Gymnasien (17%), berufsbildende höhere Schulen wie z.B. HTL und HAK (11%), Hauptschule (4%), Berufs- bzw. Fachschule (2%) und für polytechnische Lehrgänge (1%).

Schreibgeräte und Blöcke sind top gekaufte Produkte
Zu den gefragtesten Produkten zählen Schreibgeräte (68%), Blöcke (63%), Papier (55%), Schulhefte (54%) und Mappen (53%). Aber auch Lineale (33%), Malutensilien (28%), Scheren (25%) und Taschenrechner (13%) sind gefragt.

Rund 40% kaufen vor dem Schul- bzw. Unibeginn
Die Wienerinnen und Wiener sind gut auf den Schul- und Unibeginn vorbereitet. So haben rund 40% den Großteil schon vor dem Schul- bzw. Unibeginn eingekauft. 28% erwerben erst unmittelbar zum Schul- bzw. Unibeginn die benötigten Waren.

Qualität und der Preis im Vordergrund
Rund die Hälfte der WienerInnen nennt die Qualität der Produkte als entscheidendes Kriterium. Aber auch die Nähe des Geschäfts zum Wohnort ist für mehr als ein Drittel ein wesentlicher Aspekt beim Einkauf. Aktionen und die Sortimentsvielfalt sind für jeden Fünften von Bedeutung bei der Auswahl des Geschäfts.

Neue Wege in der Bildungspolitik

Bildung, Pressekommentar

Wie würde wohl hierzulande ein Bildungssystem aussehen, wenn wir das bestehende von heute auf morgen auflösen könnten und die einmalige Chance bekämen, ebenso schnell ein völlig neues an seine Stelle zu setzen? Es wäre wohl kein System, in dem das Absitzen von Pflichtschuljahren wichtiger ist als der Lernerfolg; kein System, in dem das Auswendiglernen und Reproduzieren besser bewertet wird als das Verstehen und eigenständige Begründen; kein System, in dem Schüler mit sprachlichen oder sozialen Problemen sich selbst überlassen werden; und kein System, das davon ausgeht, dass alle Schüler gleich sind und daher auch gleich unterrichtet werden müssen.

Haben Chance das alles zu ändern
All das ist heute Realität, in unterschiedlicher Ausprägung. Zum Nachteil vieler Kinder und Jugendlicher, denen damit ein schlechter Start ins Leben geboten wird, zum Nachteil der Eltern, die ihren Kindern lieber etwas Besseres ermöglichen würden, zum Nachteil der Lehrer, die diese Arbeitsbedingungen oft genug frustrieren, und nicht zuletzt auch zum Nachteil der gesamten heimischen Wirtschaft, deren Anforderungen an die Mitarbeiter sich immer seltener mit der Qualifikation der Schulabgänger decken. Wir haben die Chance, das alles zu ändern. Mit einer grundlegenden Reform, die unser Bildungssystem aus der Zeit Maria Theresias endlich ins 21. Jahrhundert führt. Dazu zählt eine Neuausrichtung der Lehrpläne mit Fokus auf Wirtschaft und Einblicken ins Unternehmertum.

Selbstständigkeit als Lebensmodell
Das Ziel muss sein, schon im Kindesalter Selbstständigkeit als Lebensmodell zu verankern und den Jugendlichen das dafür notwendige Rüstzeug in die Hand zu geben. Gleiches gilt für Naturwissenschaften und den Umgang mit neuen Medien. Denn es ist unvorstellbar, dass es in unserer Informations- und IT-Gesellschaft den Jugendlichen großteils selbst überlassen ist, Know-how im Bereich der neuen Medien aufzubauen. Dasselbe gilt für Umwelttechnologien, die von Experten regelmäßig zu den Wachstumsfeldern der kommenden Jahrzehnte gezählt werden. Selbstverständlich stellen diese neuen Schwerpunkte große Herausforderungen an die schulische Infrastruktur. Ohne ausreichende Labors und Computerräume mit leistungsfähiger Datenübertragung wird es nicht gehen.

Neues Gesamtkonzept
Schule ist aber nicht nur ein Ort der Wissensvermittlung. Schule muss auch Kreativität und eigenständiges Arbeiten fördern und einen Ausgleich zu den Lerneinheiten bieten. Ein Unterricht, der sich zum Beispiel mit Projektarbeiten, Unternehmensbesuchen, Übungsfirmen, kreativen Einheiten und Sportangeboten abwechselt, lockert den Schulalltag auf, bringt den Burschen und Mädchen mehr Freude und letztlich einen besseren schulischen Erfolg. Wir brauchen endlich ein neues Gesamtkonzept, das auch rasch umgesetzt wird.

Verkehrsinfrastruktur im Fokus haben

Pressekommentar, Verkehr

Wien ist eine aufstrebende Metropole. Immer mehr Menschen leben hier, und immer mehr Unternehmen haben hier ihr wirtschaftliches Zuhause. Wien ist heute nach Berlin die zweitgrößte Stadt im deutschsprachigen Raum und eine Stadt, die in vielen internationalen Städtevergleichen mit ihrer Lebensqualität und ihrem hohen Sicherheitsstandard punktet.

Ausbau der Verkehrsinfrastruktur
Umso wichtiger ist es daher, den Blick in die Zukunft zu richten und die notwendigen Entscheidungen zu treffen, damit Wien auch in zehn oder fünfzehn Jahren seine Position halten kann oder – noch besser – ausgebaut hat. Dabei kommt dem Ausbau der Verkehrsinfrastruktur eine ganz besondere Bedeutung zu. Denn WEIL in Wien immer mehr Menschen leben und WEIL hier immer mehr Unternehmen arbeiten, muss die Verkehrsinfrastruktur den Bedürfnissen entsprechen – egal ob auf der Straße, der Schiene, zu Wasser oder in der Luft. Schon heute pendeln 250.000 Menschen per Pkw, Bahn oder Bus aus dem Umland nach Wien. Gleichzeitig werden mehr als 120.000 Tonnen an Waren aller Art pro Tag in Wien umgeschlagen. Der Flughafen Wien fertigt mehr als 22 Millionen Passiere pro Jahr ab, und auf der Donau werden jährlich rund 11 Millionen Tonnen an Gütern transportiert – bei deutlich steigender Auslastung. Diese Herausforderungen für die Wiener Verkehrsinfrastruktur steigen mit dem Bevölkerungswachstum laufend an.

Ausbau als überregionaler Verkehrsknoten
Die Zahlen zeigen deutlich, dass Wien beim Ausbau als überregionaler Verkehrsknoten ein besonderer Stellenwert zukommt. Beispielsweise bei der Nordostumfahrung, wo der längst fällige Lückenschluss zwischen Schwechat und Süßenbrunn rasch umgesetzt gehört. Gute Chancen liegen auch in Inzersdorf, wo rund um den in Bau befindlichen ÖBB-Terminal Flächen für Logistikunternehmen einen echten Mehrwert für Wien bringen würden. Projekte wie diese haben lange Vorlaufzeiten und es braucht viele Jahre, bis sie ihre positive Wirkung entfalten können. Es ist daher hoch an der Zeit, diese Entscheidungen rasch und im Sinne eines wachsenden Wirtschaftszentrums zu treffen – bevor die geforderten Kapazitäten nicht mehr abgedeckt werden können. Denn Infrastruktur ist ein elementarer Standortfaktor und ist, wie viele Untersuchungen übereinstimmend zeigen, eines der wichtigsten Entscheidungskriterien für Unternehmen, sich auf einem Standort anzusiedeln.