Innovationsstarke Wiener Unternehmen

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Die Innovationsleistung der Wiener Betriebe ist ungebrochen. Trotz oder vielleicht gerade wegen der zurzeit unsicheren Zukunftsaussichten in Europa und der Welt. Das beweisen die neuesten Sieger des Innovations- und Wirtschaftspreises der Wirtschaftskammer Wien, dem MERCUR 2012. Seit letzter Woche Donnerstag stehen sie fest und können sich auch international sehen lassen. Denn ihre Ideen haben das Format, weit über die Grenzen des österreichischen Markts hinaus erfolgreich zu sein. Als Sieger der Kategorie Kreativität ging das junge Unternehmen mo sound hervor, das mit seinem kugelförmigen Porzellanlautsprecher eine Weltneuheit entwickelt hat. Im Bereich Life Sciences überzeugte die Ing. Sumetzberger GmbH mit ihrer Rohrpost-Entladestation für Krankenhäuser. Green Economy-Sieger ist Theobroma Systems mit ihrer Software für Gebäudeautomatisierungen. Und die Lithoz GmbH punktete mit einem 3D-Druckverfahren für Keramik in der Kategorie IKT.

Sichtbarmachung erfolgreicher Entwicklungen
Nicht vergessen werden darf dabei auf die anderen 16 Endrunden- Nominierten. Sie alle waren Siegerkandidaten ersten Ranges, entsprechend schwierig war auch die Entscheidungsfindung der Fachjury des Industriewissenschaftlichen Instituts. Ihre beeindruckenden Entwicklungen wurden mit der Nominierung für den MERCUR gestärkt. Die Wirtschaftskammer Wien wird auch sie bei ihren weiteren Schritten unterstützen. In Summe haben sich heuer 140 Wiener Unternehmen für den MERCUR 2012 beworben. Dabei handelt es sich ausschließlich um Innovationen der jüngsten Zeit, die marktfähig oder am Markt bereits erfolgreich sind. Auf eben diese Marktfähigkeit und auf die offensive Vermarktung von abgeschlossenen Innovationsprojekten muss künftig noch stärker der Fokus gelegt werden. Der MERCUR kann hierzu einen Beitrag leisten – etwa durch die Sichtbarmachung von erfolgreichen Entwicklungen oder die Vernetzung mit potenziellen Geschäftspartnern und Investoren. Zugleich ist der MERCUR aber auch die Einladung an alle Unternehmen, Innovationen im eigenen Betrieb verstärkt anzugehen. Denn wer auf Innovationen setzt, hat die Nase vorn.

Ein kritischer Blick auf das Wiener Budget 2013

Pressekommentar

Der Wiener Gemeinderat hat diese Woche den von der Stadtregierung vorgelegten Budgetvoranschlag 2013 beschlossen. Was sich darin findet, ist durchaus kritisch zu bewerten. Denn eine ausgabenseitige Sanierung des Wiener Stadthaushaltes ist nach wie vor nicht vorgesehen. Stattdessen steigen die Einnahmen um 420 Millionen Euro, und auch der Schuldenstand der Stadt wird um mehr als acht Prozent bzw. rund 370 Millionen Euro auf 4,7 Milliarden Euro steigen, die Verbindlichkeiten ausgelagerter kommunaler Betriebe noch nicht mitgerechnet. Von Wirtschaftsexperten wird ein solcher Kurs gemeinhin nicht als nachhaltig betrachtet. Denn eine Budgetkonsolidierung muss vorrangig ausgabenseitig gelingen – ein Einnahmenproblem hat Wien ganz sicher nicht. Effizienzsteigerungspotenziale bleiben weiterhin ungenützt.

Viele Chancen verpasst
Auch der Mitarbeiterstand der Stadt soll weiter steigen – um rund 200 Personen allein im kommenden Jahr. Mehr Geld wird für soziale Transferleistungen ausgegeben, die Förderung der Wirtschaft ist dagegen seit Jahren rückläufig. Positiv ist zu bemerken, dass das Thema Bildung – ein zentrales Zukunftsthema für viele Wiener Unternehmen – künftig offenbar mehr Bedeutung bekommen soll. So werden die Investitionen in den Ausbau der Kindergärten und Krippen vorangetrieben, das Schulsanierungsprojekt wird fortgesetzt. Für die Vorbereitung der Kinder auf die Schule und das notwendige Lernumfeld in der Schule sind diese Maßnahmen sinnvoll und richtig. Unterm Strich überwiegt allerdings der Eindruck, dass mit dem Budgetvoranschlag 2013 viele Chancen verpasst wurden. So ist es dringend notwendig, dass auch in Wien die Beamtenpensionsreform des Bundes umgesetzt wird, wie vom Rechnungshof empfohlen.

Wirtschaftlicher Spielraum deutlich geschmälert
Allein dadurch hätte die Stadt 350 Millionen Euro für Investitionen zur Verfügung. Zum Beispiel für die Infrastrukturentwicklung von Betriebsgebieten, um dort Neuansiedlungen zu erleichtern. Mit der Anhebung der Abgabenquote hat die Stadt Wien darüber hinaus den wirtschaftlichen Spielraum der Betriebe und die Kaufkraft der Haushalte noch einmal deutlich geschmälert. Nur mit der Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung werden sich die Einnahmen der Stadt in diesem Bereich auf knapp 140 Millionen Euro fast verdoppeln. Dieses Geld wird der Wirtschaft direkt oder indirekt fehlen. Auch Wien muss daher dazu übergehen, in jenen Bereichen zu sparen, die volkswirtschaftlich von untergeordneter Bedeutung sind, und dafür in jenen Bereichen zu investieren, die für unsere Zukunft wichtig sind.

 

Wiener Betriebe nehmen Kurs auf die Ukraine

Pressekommentar

Die guten wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Wien und der Ukraine, insbesondere mit der Hauptstadt Kiew, weiter auszubauen, war ein Programmpunkt der gemeinsamen Wirtschaftsmission von Stadt Wien, Wirtschaftskammer Wien und WKÖ nach Kiew, an der zwölf Unternehmen teilgenommen haben. Mit der Unterzeichnung eines Kooperationsabkommens zwischen den Wirtschaftskammern Wien und Kiew, begleitet von einem Arbeitsgespräch mit Bürgermeister Popov und einem Wirtschaftsforum im Rathaus, wurde für die kommenden Jahre eine intensive Zusammenarbeit vereinbart und die Vernetzung unserer Wirtschaften, insbesondere in den für Wiener Unternehmen so wichtigen Bereichen Informations- und Kommunikationstechnologien, Urbantechnologien, Gesundheitsmanagement und erneuerbare Energien, verstärkt vorangetrieben.

Heimischen Unternehmen haben Chancen bestens genutzt
Wiener Betrieben steht nunmehr auch das Netzwerk der Wirtschaftskammer Kiew offen, wenn es etwa um den Markteintritt oder die Vertiefung eines bestehenden Engagements in der Ukraine geht. Unseren Mitgliedsbetrieben steht damit eine weitere Anlaufstelle zur Verfügung, um von den Chancen des dynamisch wachsenden Wirtschaftsraums Ukraine bestmöglich und individuell profitieren und sich gegenüber den Mitbewerbern aus anderen Ländern entsprechend positionieren zu können. Österreichische Unternehmen sind längst nicht die einzigen, die sich für ukrainische Aufträge oder die Gründung einer Vertriebs- oder Produktionsstätte interessieren. Zugleich beeindruckt aber auch das bisher Erreichte. Als fünftgrößter Investor in der Ukraine und mit einem Handelsvolumen von rund 1,6 Milliarden Euro pro Jahr haben die heimischen Unternehmen die Chancen bestens genutzt.

Möglichkeiten für Wiener Unternehmen gibt es reichlich
Einen entscheidenden Impuls, insbesondere für unsere Exportwirtschaft, würde auch das zwischen der Europäischen Union und der Ukraine ausverhandelte Freihandelsabkommen bringen, das allerdings derzeit aus europäischer Sicht noch von demokratiepolitischen Fortschritten in der Ukraine abhängig gemacht wird. Anlässlich der Fußball-Europameisterschaft 2012 wurden bereits zahlreiche Investitionen der öffentlichen Hand getätigt. Und es braucht noch weitere hohe Summen, um das Verkehrsnetz, die Kanalisation, die Energieversorgung oder die Telekommunikation zu modernisieren. Auch in der Frage der Energiegewinnung stehen in der Ukraine, die für einen der größten Atomunfälle in der Geschichte verantwortlich zeichnet, noch große Anstrengungen bevor. Möglichkeiten für Wiener Unternehmen in der Ukraine zu reüssieren gibt es daher reichlich.

Gründen als Karriereoption

Pressekommentar

Start-ups – also Unternehmensgründungen aus dem Kreativ-, IT- und Hightech Sektor – sind ein wichtiger Teil unserer wirtschaftlichen Zukunft. Das haben auch die tausenden Jungunternehmer, Investoren und Experten erkannt, die in der vergangenen Woche Wien zu einem bedeutenden Zentrum der internationalen Start-up-Szene gemacht haben. Denn beim weltweit beachteten Start Europe-Pioneers Festival hatten die Teilnehmer, die aus dutzenden Ländern der Welt kamen, die einzigartige Gelegenheit zur Vernetzung, Partner- und Investorensuche und zum Austausch mit erfolgreichen Unternehmerpersönlichkeiten und ihren Innovationen.

Vielfältig und Kreativ
Auch Wiener Start-up Unternehmen waren in großer Zahl vertreten und beeindruckten mit ihren Entwicklungen. So wurde das Wiener Unternehmen Helioz mit seiner Erfindung, die zur Aufbereitung von Trinkwasser in Entwicklungsländern eingesetzt werden kann, unter 850 internationalen Einreichungen auf Platz zwei der besten Start-up- Unternehmen des Festivals gewählt – hinter einem britischen Start-up, das eine Methode zur Ermittlung der Körpermaße per Webcam entwickelt hat. Diese beiden Beispiele zeigen deutlich, wie vielfältig und kreativ innovative Entwicklungen von Start-up- Unternehmen sein können und wie international die Start-up-Szene heute orientiert ist.

Start-ups profitieren
Die einzigartige Chance, sich vor Investoren und Vertretern großer, etablierter Firmen präsentieren zu können, stärkt zugleich die Positionierung Wiens als Drehscheibe für die Vermarktung wirtschaftlich umsetzbarer Innovationen. Eben dies war auch das Hauptinteresse des Pioneers Festivals, denn viele Start-up-Unternehmen brauchen unternehmerisch denkende, kapitalstarke und zugleich risikofreudige Partner, um ihrer Entwicklung zum Markterfolg zu verhelfen. Davon profitieren Start-ups und ihre Geldgeber gleichermaßen.

Innovationen öffentlichkeitswirksam präsentieren
In der Zukunft müssen die Anstrengungen zur Unterstützung der Wiener Start-up-Szene zusätzlich verstärkt werden, insbesondere durch weitere Vernetzungen mit möglichen Investoren und Partnern. Start-ups sind aufgerufen, jede Gelegenheit zu nutzen, um ihre Innovationen öffentlichkeitswirksam zu präsentieren und sichtbar zu machen, während etablierte Unternehmen mit Bedarf an Innovationen eingeladen sind, noch stärker den Fokus auf jene Entwicklungen zu richten, die in Wien entstehen und große Wirkung entfalten können.