Weltmeistertitel für Österreich

Pressekommentar

Nach dem hervorragenden Ergebnis bei den Berufs-Europameisterschaften, den Euro Skills der Jungfachkräfte, hat Österreich nun einen weiteren internationalen Bewerb gewonnen. Ab sofort dürfen wir uns Export-Weltmeister nennen – genauer gesagt die Außenwirtschaftsinitiative der Wirtschaftskammern, die jedes Jahr tausende Betriebe bei ihren Export- und Expansionsaktivitäten unterstützt und begleitet. Beeindruckt hat die internationale Fachjury im malaysischen Kuala Lumpur nicht nur das weltumspannende Netz von 115 österreichischen Außenwirtschaftszentren, das zweitgrößte der Welt nach den USA. Viel entscheidender waren die Erfolge, die die betreuten Unternehmen mit dieser hochwertigen Dienstleistung bisher erreichen konnten. Österreichs Betriebe erwirtschaften durch den Export von Waren und zunehmend auch von Dienstleistungen bereits rund die Hälfte der heimischen Wertschöpfung im Ausland. Zudem stiegen die Auslandsinvestitionen heimischer Unternehmen auf mittlerweile mehr als 140 Milliarden Euro, ein Engagement, das hierzulande hunderttausende Arbeitsplätze sichert. Viele Betriebe sind so zu Marktführern, ja teilweise zu Weltmarktführern ihrer Branche geworden und leisten damit einen unschätzbaren Beitrag zum hervorragenden Image österreichischer Wirtschaftskraft.

Mit Export- und Expansionsstrategien heimische Unternehmen großzügig unterstützen
Diese Erfolge zeigen einmal mehr, wie wichtig und notwendig es ist, die Auslandmärkte gleichsam auch als Heimmärkte zu betrachten und dort die Chancen klug zu nützen. Gerade für ein Land wie Österreich, dessen wichtigste Ressource in der Qualität und Innovationskraft der Unternehmen und ihrer Mitarbeiter liegt und das über keine großen Rohstoffvorkommnisse verfügt, liegt die Steigerung der Wertschöpfung und damit die Absicherung unseres Wohlstandes auch im Export. Wir sind daher gut beraten, wenn seitens der Regierung auch künftig die Export- und Expansionsstrategien der heimischen Unternehmen großzügig unterstützt werden – über Direktförderungen ebenso wie über steuerliche Begünstigungen wie der Gruppenbesteuerung, um den Aufbau von Niederlassungen im Ausland zu erleichtern.  Der Weltmeistertitel ist nicht nur Beweis für eine ausgezeichnete Leistung Ihrer Außenwirtschaftsorganisation. Er ist uns auch Ansporn, Sie weiterhin beim Aufbau neuer Märkte tatkräftig zu begleiten. Denn das Exportpotenzial der österreichischen Firmen ist noch lange nicht ausgeschöpft.

Budget auf richtigem Pfad

Pressekommentar

Mit dem diese Woche vorgelegten Haushaltsplan hat die Finanzministerin die richtigen Weichen für unsere Zukunft gestellt. Trotz eines teils schwierigen ökonomischen Umfelds auf EU-Ebene, wird es gelingen, das Budget zu konsolidieren, unsere Verschuldung zu senken und gleichzeitig Mittel für notwendige Investitionen bereitzustellen. Österreich wird auch in den kommenden Jahren den Wachstums- und Stabilitätspfad beschreiten. Es wäre aber zu kurz gegriffen, würde man den präsentierten Haushaltsplan bloß auf die reinen Zahlen reduzieren. Vielmehr stecken dahinter wichtige Schwerpunktsetzungen, von denen Unternehmer und ihre Beschäftigten künftig direkt profitieren. Etwa im Bereich der Bildung, der die Fachkräfte von morgen an die Anforderungen des Wirtschafs- und Arbeitslebens heranführen soll, dabei aber in den vergangenen Jahren zu wenig Fortschritte gemacht hat.

Finanzierung innovativer Geschäftsideen
Umso erfreulicher, dass trotz knapper Mittel mit acht Milliarden Euro im kommenden Jahr mehr Geld in unser Schulsystem fließt als in den Vorjahren. Zugute kommen werden die Gelder vorrangig der Sprachförderung, dem Ausbau der Ganztagsschulen und der Lehre mit Matura, die von immer mehr jungen Menschen in Anspruch genommen wird. Ebenfalls aufgestockt wird der finanzielle Einsatz im Forschungsbereich, um die innovative Kraft der österreichischen F&E-Einrichtungen als Impulsgeber sicherzustellen. Zusätzliche wirtschaftliche Impulse bringen der Jungunternehmerfonds sowie der komplett neue Business Angel Fonds, der gemeinsam mit privaten Investoren dynamischen Gründern Risikokapital zur Verfügung stellen soll. Denn für Jungunternehmer ist die Finanzierung innovativer Geschäftsideen oft eine unüberwindbare Herausforderung.

Mutige und nachhaltige Schritte
Parallel zum von der Finanzministerin eingeschlagenen Konsolidierungsweg aber nicht auf die längst fälligen Reformen vergessen werden. Zu lange wird bereits über Änderungen im Pensionssystem gesprochen, das allein im laufenden Jahr 18 Milliarden Euro kostet – Tendenz steigend. Gleiches gilt für den Gesundheitsbereich und immer wieder für die Verwaltung. Ohne mutige und nachhaltige Schritte wird das Budget in einigen Jahren erneut stark unter Druck kommen und werden schmerzhafte Einschnitte notwendig werden. Die Wirtschaft ist jedenfalls bereit, mit Vorschlägen und Ideen einen Beitrag zur raschen Umsetzung von Reformen zu leisten.

Wir sind Europameister!

Pressekommentar

Mit 14 Gold-, 6 Silber- und 2 Bronzemedaillen haben die 37 österreichischen Jungfachkräfte das beste Ergebnis in der Geschichte der EuroSkills erreicht. Österreich hat damit zum ersten Mal die Nationenwertung bei der Berufs-Europameisterschaft gewonnen, die heuer in Belgien stattfand. Auf den Plätzen zwei und drei folgten die Niederlande und Deutschland – mit klarem Abstand. Besonders erfreulich ist, dass das Wiener Team das Bundesländerranking für sich  entschieden hat. Fünfmal Gold, viermal Silber – Wiens junge Fachkräfte haben ein sensationelles Ergebnis nach Hause gebracht und damit einen noch nie dagewesenen Erfolg erzielt!

Engagierte Ausbildungsbetriebe  
Unsere jungen Mitarbeiter zeigten in Belgien, was erreichbar ist, wenn man eine gute Ausbildung hat, sich etwas zutraut und mit Teamgeist ein gemeinsames Ziel verfolgt. Denn im direkten Wettkampf mit 450 Teilnehmern aus 31 Ländern können nur jene jungen Mädchen und Burschen bestehen, die schon in den Jahren davor eine fundierte theoretische und praktische Ausbildung in den Betrieben genossen haben. Nur so war es möglich, dass mehr als ein Drittel der 22 österreichischen Medaillen nach Wien gegangen sind. Erfolge wie bei den EuroSkills kommen nicht von alleine. Sie sind den engagierten Ausbildungsbetrieben und dem guten Zusammenspiel von Wirtschaft und Berufsschule zu verdanken.

Durchschnitt reicht heute nicht mehr  
Der Medaillenspiegel zeigt, dass es sich auszahlt, die individuellen Stärken der jungen Menschen zu fördern und sie zu motivieren, sich über das Mindestmaß hinaus in ihrem Beruf zu engagieren. Bloßer Durchschnitt reicht heute nicht mehr. Vielmehr müssen wir – die Unternehmer ebenso wie unsere Mitarbeiter – jeden Tag unser Bestes geben, um wirtschaftlich erfolgreich zu sein und ein erfülltes Leben zu haben. Das gilt besonders für die Absolventen der Lehre, denen nach ihrer Ausbildung alle Türen offen stehen – von der Karriere im Betrieb bis zur Selbstständigkeit. Auch unseren 37 österreichischen Jungfachkräften steht eine glänzende Karriere bevor. Den Grundstein haben sie in Belgien selbst gelegt

Krankengeld – Etappensieg erreicht

Pressekommentar

Auf dem langen Weg der sozialen Absicherung für Unternehmerinnen und Unternehmer wurde ein Etappensieg erzielt. Künftig haben auch Wirtschaftstreibende Anspruch auf Krankengeld. Was bisher nur für unselbstständig Beschäftigte eine Selbstverständlichkeit war, wird auch für Selbstständige umgesetzt. Ein entsprechender Gesetzesentwurf wurde vor wenigen Tagen in Begutachtung geschickt. Läuft alles nach Plan, ist das neue Krankengeld für Unternehmer mit Jänner 2013 Realität. Damit wird eine langjährige Forderung der Wirtschaftskammer erfüllt und das Netz der sozialen Absicherung für Wirtschaftstreibende enger geknüpft. Gelten wird die neue Regelung für mehr als 90 Prozent der Wiener Unternehmer – nämlich für alle Selbstständigen, die keine oder weniger als 25 Mitarbeiter beschäftigen. Wer den Schritt in die Selbstständigkeit wagt und mutig bereit ist, Risiko und Verantwortung zu übernehmen, wer Wachstum generiert und Arbeitsplätze sichert, hat Anspruch auf Absicherung im Krankheitsfall.

Großer Fortschritt
Das Krankengeld reiht sich ein in eine lange Liste an Verbesserungen und Erleichterungen für Unternehmer, die die Wirtschaftskammer für Unternehmer erreicht hat. Dazu zählen die Halbierung des Selbstbehaltes und die Absenkung der Beiträge in der Krankenversicherung, die Neuregelung der Arbeitslosenversicherung, die Absicherung im Krankheitsfall durch die Betriebshilfe oder auch die Einführung des Kinderbetreuungsgeldes für Unternehmerinnen. Dass künftig nach Ablauf von sechs Wochen, also ab dem 43. Tag der Arbeitsunfähigkeit,  bis zu einer Höchstdauer von 20 Wochen für ein und dieselbe Krankheit ein gesetzlicher Anspruch auf Krankengeld besteht, ist ein großer Fortschritt, um den Bedürfnissen der vielen klein- und mittelständischen UnternehmerInnen gerecht zu werden.

Gelebte Solidarität
Ausbezahlt wird das Krankengeld von der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA), finanziert über die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA) – und zwar auf Basis der ausschließlich von den Unternehmern einbezahlten Unfallversicherungsbeiträgen. Dadurch wird einmal mehr die unter den Selbstständigen unter Beweis gestellt.